Archiv für Januar, 2006

Girokonto für alle

Die Bundesregierung erwägt, Banken und Sparkassen per Gesetz zum Angebot eines Girokontos für alle Bürger-Innen zu verpflichten. “Damit sollen die Banken verpflichtet werden, ein Girokonto auf Guthabenbasis einzurichten”, sagte Justizministerin Zypries. Grund sei, dass Banken verschuldeten Kunden ein Konto verweigerten. (rtr)taz vom 25.1.2006, S. 6, 12 Z. (Agentur) >Link<

Günstiges Girokonto lockt mit 2,75 Prozent Zinsen ab dem ersten Euro

Günstiges Girokonto lockt mit 2,75 Prozent Zinsen ab dem ersten Euro
Nachdem viele Banken die Verzinsung ihrer Girokonten zuletzt gesenkt haben, wartet die Citibank jetzt mit einem überraschend attraktiven Angebot auf. Das Institut verspricht Neukunden für das Citibest Girokonto einen Guthaben-Zins von 2,75 Prozent.

Das liest sich auf den ersten Blick sehr viel versprechend. Zumal diese Offerte bereits ab dem ersten Euro und bis zu einer Summe von 500 000 Euro gilt. Alles was darüber hinaus geht, wird mit zwei Prozent verzinst. Allerdings gibt es die 2,75 Prozent nur im ersten Jahr. Ab dem Zweiten gelten für das Girokonto die üblichen Zinssätze der Citibank. Diese bewegen sich - abhängig von der Höhe des Guthabens - zwischen 0,1 und zwei Prozent.

Doch die Guthabenverzinsung ist nur eine Sache. Durch hohe Gebühren kann der Zins aber schnell wieder aufgezehrt werden. Diese Gefahr besteht beim Citibest-Konto allerdings nicht. Denn die gesamte Kontoführung ist kostenlos. Einzige Voraussetzung: Es müssen mindestens 2500 Euro vorhanden sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich das Geld auf dem Girokonto, dem Wertpapierdepot oder der Kreditkarte befindet.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, daß für Citibank-Kunden nicht allzu viele Bankautomaten zur Verfügung stehen. Das Institut ist Mitglied im sogenannten Cash-Pool, der insgesamt 2400 Automaten in Deutschland umfaßt. Zum Vergleich: Die Volks- und Raiffeisenbanken und die Sparkassen haben 18 000 beziehungsweise 21 000 Automaten.

Auch eine Kreditkarte kann der Kontoinhaber parallel kostenlos nutzen. Hat er damit im ersten Jahr einen Umsatz von mehr als 2500 Euro, spart er die jährliche Gebühr von 30 Euro auch im zweiten Jahr. Das setzt sich dann jährlich fort. Attraktiver als der Branchendurchschnitt ist auch die Höhe des Dispozinses. Der liegt bei Summen bis 1000 Euro bei 9,74 Prozent. Darüber muß der Kunde 11,74 Prozent zahlen.

Unterm Strich kann das Citibest Girokonto durchaus überzeugen. Es ist günstig, und bietet - zumindest im ersten Jahr - eine attraktive Verzinsung. Außergewöhnlich ist, daß es die 2,75 Prozent bis zu einer Summe von 500 000 Euro gibt. So kann man auch größere Summen mittelfristig auf dem Girokonto parken. Allerdings sollte man die Wahl eines neuen Kontos nicht nur von der Guthaben-Verzinsung abhängig machen. Denn der Wechsel ist mit viel Aufwand verbunden. nan Die Welt

So finden Sie das richtige Girokonto

Wechsel: Wenn Sie sich für einen Kontowechsel entscheiden, lassen Sie das neue und das alte Konto noch zwei bis drei Monate parallel laufen. So vermeiden Sie Fehlbuchungen. Bei Auflösung eines Girokontos müssen Sie keine Kündigungsfrist einhalten. Auch Gebühren berechnen die Banken dafür nicht.Online: Oft können Sie den Preis für Ihr Girokonto senken, wenn Sie Überweisungen nur noch per PC oder Telefon erledigen. Viele Banken haben ein Kontomodell, das ausschließlich auf die Kontoführung per PC ausgelegt ist. Allerdings können Überweisungen per Beleg für solche Konten ziemlich teuer sein.

Mehrwert: Bei manchen Konten sind im monatlichen Grundpreis umfangreiche Zusatzleistungen enthalten. Beispiele: Unfallversicherung, Notfallbargeld oder Dokumentensicherung. Prüfen Sie genau, ob Ihnen diese Leistungen den Preis fürs Konto wert sind.

Dispokredit: Manchmal ist auch bei kurzfristigem Geldbedarf ein Ratenkredit günstiger als die Kontoüberziehung. Bei diesen sogenannten Dispokrediten können Sie sich nicht die besten Konditionen aussuchen, weil Sie an das Girokonto gebunden sind. Beim Ratenkredit dagegen haben sie freie Wahl und können sich das beste Angebot sichern.

Geschäftskonten: Kostenlose Girokonten gibts nur für Privatleute. Die Daten zu sämtlichen 114 Girokonto-Modellen im Test und speziell zu den kostenlosen Angeboten sind in FINANZtest 7/2005 oder online komplett und interaktiv nachzulesen. Für Geschäftskonten sind überall Gebühren fällig. Details dazu liefert FINANZtest 12/2004 oder online komplett und interaktiv.

Quelle: FAZ vom 15. Januar 2007

weitere Tipps und Hilfsmittel zum Girokontowechsel unter: www.girokonto-wechseln.de

Warentester: Beim Girokonto lohnt Hingucken

Berlin. Nicht das Erstbeste nehmen: Beim Girokonto gibt es nach Angaben der Stiftung Warentest erhebliche Preisunterschiede zwischen den Banken. Bei einem Vergleich von 55 Kreditinstituten für die Zeitschrift Finanztest stellte sich heraus, dass die Jahresgebühren um mehr als 170 Euro auseinander liegen. Beim günstigsten Anbieter, der PSD Bank Berlin-Brandenburg, kostet die Kontoführung überhaupt nichts. Die ist aber in Sachsen nicht tätig. Bei der teuersten Bank, der Bremer Landesbank, fielen in der Modellrechnung Gebühren von 172,50 Euro pro Jahr an.

Ein kostenloses Girokonto bieten 21 Kreditinstitute, doch oft fallen Extrakosten an. Die Bank riet, nicht nach der Verzinsung zu schauen, sondern nach der Höhe der Kontoführungsgebühren sowie nach der Anzahl der Automaten, bei denen Abheben nichts kostet. (dpa)

Gebühren für das Girokonto

Beim Girokonto gibt es nach Angaben der Stiftung Warentest erhebliche Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Banken. Bei einem Vergleich von 55 Kreditinstituten für die Zeitschrift “Finanztest” stellte sich heraus, dass die Jahresgebühren um mehr als 170 Euro auseinander liegen. Beim günstigsten Anbieter, der PSD Bank Berlin-Brandenburg, kostet die Kontoführung überhaupt nichts. Bei der teuersten Bank, der Bremer Landesbank, fielen dagegen in der Modellrechnung Gebühren von 172,50 Euro pro Jahr an.

Bei dem Test wurden auch 21 Kreditinstitute geprüft, die ein kostenloses Girokonto anbieten. Am besten schnitt dabei der ehemalige Post-Spar- und Darlehensverein (PSD) Berlin-Brandenburg ab, der allerdings nur in diesen beiden Bundesländern tätig ist. Bei der PSD gibt es auch EC- und Kreditkarte ohne Gebühr. Außerdem kann an bundesweit 18.000 Automaten Geld kostenlos abgehoben werden. Bei anderen Banken, die mit “Gratis-Konto” werben, fallen dagegen des öfteren Extrakosten an.

Im Durchschnitt, so die Stiftung Warentest, seien Bankkunden mit Kosten bis zu 80 Euro pro Jahr bei einer Filialbank “gut aufgehoben”. Bei der Wahl des Girokontos seien vor allem die Höhe der Kontoführungsgebühren sowie die Anzahl der Automaten zur kostenlosen Bargeld-Entnahme entscheidend. Die Verzinsung sollte nicht ausschlaggebend sein. Zudem sollte vor einem Wechsel bei der eigenen Bank nach einem preiswerteren Modell gefragt werden.

Girokonto sollte nicht mehr als 80 Euro Jahresgebühr kosten

Berlin/dpa. Bankkunden sollten für ein Girokonto bei ihrer örtlichen Bank nicht mehr als 80 Euro pro Jahr zahlen. Kann die eigene Bank kein preiswerteres Angebot machen, empfiehlt sich ein Blick auf die Offerten der Konkurrenz. Das rät die Stiftung Warentest in Berlin, die 114 Girokonten-Modelle von 55 Kreditinstituten verglichen hat. Ein günstiges Angebot einer Filialbank sei eine Jahresgebühr in Höhe von etwa 60 Euro.

Wie die Stiftung in ihrer Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 7/2005) berichtet, gibt es bei 21 der getesteten Banken auch Konten zum Nulltarif. Allerdings sind 18 dieser Angebote an bestimmte Bedingungen geknüpft - etwa einen regelmäßigen Geldeingang in bestimmter Höhe.

Für die Wahl des Girokontos seien vor allem die Höhe der Kontoführungsgebühren und die Anzahl der Automaten zur kostenlosen Bargeldentnahme entscheidend. Eine etwaige Guthabenverzinsung sollte nicht den Ausschlag geben.